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Home : FIS Weltcup Nordische Kombination

FIS Weltcup Nordische Kombination

Nach der kurzfristigen Übernahme des Weltcups aus Schonach findet im kommenden Winter in Oberstdorf kein Weltcup der Nordischen Kombinierer statt.


Zeitplan:

Freitag, 06. Januar, 2012
09.00 Uhr                       Offizielles Training Skisprung                         Erdinger Arena HS 137
11.00 Uhr                       Provisorischer Wettkampfdurchgang            Erdinger Arena HS 137
14.00 Uhr                       Offizielles Training Langlauf                            WM-Langlaufstadion Ried 
Samstag, 07. Januar, 2012
08.30 Uhr                       Probedurchgang Skisprung                            Erdinger Arena HS 137
09.30 Uhr                      Teamwettkampf                                                  Erdinger Arena HS 137
01.30 pm                       Teamwettkampf 4 x 5 km                                  WM-Langlaufstadion Ried
anschließend               Siegerpräsentation                                            WM-Langlaufstadion Ried
19.00 Uhr                      Siegerehrung Nordic Park
Sonntag, 08. Januar 2012
08.30 Uhr                      Probedurchgang Skisprung                             Erdinger Arena HS 137
09.30 Uhr                      Einzelbewerb Skisprung                                   Erdinger Arena, HS 137
12.45 Uhr                      Einzelbewerb Langlauf 10km                          WM-Langlaufstadion Ried

Eintrittspreise:
Erwachsene:                             10,- Euro
Kinder/Ermäßigte:                    5,- Euro
2-Tages-Pass:                          15,- Euro
2-Tages -Pass ermäßigt:        7,50 Euro

Eintrittskarten der Vierschanzentournee und der Tour de Ski gewähren eine Ermäßigung von 50 % auf die jeweilige Karte (nur für Erwachsene).

Eintrittskarten erhalten Sie an der Tageskasse.

Aktuelle News:

08.01.2012, 15:20 Uhr
Die Wikinger-Spiele in Oberstdorf gehen weiter
Norwegischer Doppelerfolg – Kircheisen Dritter hinter Kokslien und Moan

Der dichte Schneefall in Oberstdorf scheint ganz besonders den Norwegern zu liegen. Nach dem gestrigen Triumph im Teamwettbewerb feierten die „Wikinger“ beim Einzelwettbewerb am Sonntag einen  Doppelerfolg. Es siegte im Zielsprint Mikko Kokslien 0,5 Sekunden vor seinem Landsmann Magnus Moan und dem Sachsen Björn Kircheisen (+1,2 Sekunden).

Für den 25-jährigen Kokslien war es erst der zweite Weltcup-Sieg seiner Karriere – nach Lillehammer 2011. Tino Edelmann, bislang Zweiter des Gesamtweltcups, musste als Elfter den Japaner Akito Watabe in der Gesamtwertung vorbei ziehen lassen. Jason Lamy Chappuis verteidigte als Siebter die Führung im Gesamtweltcup.

Rundum zufrieden zeigten sich die Organisatoren in Oberstdorf. Sie erhielten sowohl von den Athleten als auch den Verbänden größtes Lob für die kurzfristige Übernahme des Weltcups von Schonach.

Die Ergebnisse des Einzelbewerbs finden Sie hier.

Miko Kokslien (Norwegen).Ich hatte einen guten Sprung, war sehr zufrieden. In der Loipe habe ich zwei Runden gebraucht, um richtig reinzukommen. Das norwegische Team hat sich wirklich stark gezeigt, wir haben viele Schritte vorwärts gemacht. Es ist ein Vergnügen, in dieser Mannschaft zu sein. Die Veranstalter in Oberstdorf haben wirklich einen großartigen Job geleistet. Die Verhältnisse waren so gut wie nur möglich. Es war perfekt.
 
Magnus Moan (Norwegen): Meine Taktik in der Loipe war von vorherein, nach vorn zu gehen und mein eigenes Rennen zu machen, weil ich es hasse, in der Masse zu skaten. Großartig ist, dass heute mit Miko Kokslien wieder ein Norweger vorn ist. Aber das nächste Mal bin ich wieder an der Reihe.
 
Björn Kircheisen: Es hat mich schon gewurmt, dass man mich aus dem Team-Wettebewerb gestern rasugesnommen hat, aber ich habe das als fairer Sportsmann akzeptiert.Bis gestern habe ich mit Ronny Ackermann noch an meiner Sprungtechnik gearbeitet und noch etwas verändert. Das hat sich ausgezahlt.  Es war ein guter Sprung, nicht optimal, aber ich bin zufrieden. Ich hatte mir vorgenommen, am letzten Anstieg von unten nach oben voll zu attackieren. Aus dem Windschatten heraus haben die anderen mich dann überholt. Das war ärgerlich.

08.01.2012, 15:15 Uhr
Peter Titzler (55), Sportreferent im Gemeinderat Oberstdorf: "Für Oberstdorf war es wichtig, die Weltcups durchzuführen - und zwar die ganze Breite des nordischen Skisports. Der Weltcup der Nordischen Kombination war zwar ein Zufallsprodukt, damit zeigt Oberstdorf aber auch, dass wir spontan solche Veranstaltungen stemmen können. Der Rückhalt, auch von der Helferschaft,  ist da - und das ist sehr positiv. Ich hoffe, dass jetzt nicht nur der gute Wille beklatscht wird, sondern wir in Sachen WM-Bewerbung 2017 einen Schritt nach vorne machen."

08.01.2012, 14:00 Uhr
Stimmen zum Einzelwettkampf der Nordischen Kombination
Hermann Weinbuch
: "Ich kann Björn Kircheisen keinen Vorwurf machen. Es ist nur schade, dass wir die Chance nicht genutzt haben. Danach ist man immer schlauer. Er hat seine Chance beim Anstieg gesucht, aber es hat nichts genutzt."
 
Björn Kircheisen: "Es war ein schweres Rennen. Die Bedingungen waren schwierig. Ich wusste, dass es nicht langt, wenn man nicht rechtzeitig wegkommt. Heute im Einzelwettkampf war es entscheidend, dass ich einen guten Sprung gemacht habe und überhaupt dabei bin."
 
Eric Frenzel: "Es war nicht das was ich drauf habe. Ich konnte es heute hier im Wettbewerb nicht zeigen. Das Tempo war in der Loipe nicht ganz so hoch, aber wenn es Attacken gab, war es sehr zäh."

08.01.2012, 11:30 Uhr
Viele Freunde in der ganzen Welt gewonnen
Nach dem Springen im Einzelwettkampf zieht Rennleiter Ralf Schmid zufrieden Bilanz. "An diesem Wochenende hat unser Schanzenteam viele Freunde in der ganzen Welt gewonnen", meint er. Der internationale Skiverband und die Jury seien restlos begeistert gewesen von der guten Arbeit, die in Oberstdorf geleistet wurde. "Und heute morgen waren wir durch den starken Schneefall wirklich an der Grenze", so Schmid. Die Kombinierer, die ohnehin im Weltcup-Geschehen nicht arg verwöhnt seien, dürften Oberstdorf also mit einem rundum positiven Eindruck verlassen. Für Schmid ist selbstverständlich: "Auch bei diesem kurzfristig übernommenen Weltcup arbeiten wir auf Tournee-Niveau".

08.01.2012, 11:15 Uhr
Immer wieder gerne kommt Ansager Jens Zimmermann nach Oberstdorf. Spontan hat der 39-jährige gebürtige Freudenstädter auch für den Weltcup der Nordischen Kombination in der südlichsten Gemeinde Deutschlands zugesagt. "Das Allgäu ist für mich wie eine zweite Heimat. Ich komme immer wieder gerne hierher und freue mich auf jede Veranstaltung. Ich arbeite gerne mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und dem SC Oberstdorf zusammen", freut sich Zimmermann. Auch die Oberstdorfer haben sich an ihn gewohnt - und zwar gleich so, dass sie ihn gar nicht mehr gehen lassen wollen: Zimmermann ist nämlich schon Mitglied im SC Oberstdorf geworden. 

Auch das dichte Schneetreiben hält die treuen Fans nicht ab: Seit 43 Jahren besucht die Oberstdorferin Ute Meier Jahr für Jahr die Weltcup-Veranstaltungen in ihrem Heimatort Oberstdorf. Diesmal hat die 53-Jährige ihre Tochter Elisabeth mitgebracht. Auf die Nordische Kombination haben sie sich besonders gefreut. Nachdem ihr Liebling Björn Kircheisen gestern beim Teamwettbewerb nicht am Start war, durften sie ihn heute beim Springen bewundern. „Seit 9 Uhr stehen wir in der Erdinger Arena und jubeln den Deutschen zu.  Jetzt geht es raus ins Langlaufstadion, damit wir auch ja nichts verpassen", freut sich Ute Meier.

08.01.2012, 11:10 Uhr
Österreicher dominieren Einzelspringen in Oberstdorf
Die Österreicher  haben nicht nur die Vierschanzentournee dominiert, sie dominieren auch das Einzelspringen der Nordischen Kombination in Oberstdorf. Christoph Bieler vom HSV Absam-Bergisel gewann das Springen von der Großschanze am Sonntagvormittag mit einer Weite von 133,5 Metern vor seinem Landsmann Bernhard Gruber, der beim Teamwettbewerb am Samstag auf der Zielgeraden des 5 Kilometer-Langlaufs zu Sturz gekommen war und heute mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch startete.  Bester Nichtösterreicher beim Springen war Tino Edelmann vom SCM Zella-Mehlis, der mit 129,5 Metern auf Rang drei landete. Edelmann geht mit einem Rückstand von elf Sekunden auf die 10 Kilometer-Langlaufstrecke.

Wieder zurück in die Spur fand der für den Teamwettbewerb nicht berücksichtigte Björn Kircheisen. Der laufstarke 28-Jährige aus Johanngeorgenstadt wurde mit 127 Metern Neunter und rechnet sich mit 54 Sekunden Zeitrückstand durchaus noch Chancen aus auf der Langlaufstrecke. Enttäuscht war Lokalmatador Johannes Rydzek vom SC Oberstdorf, der mit 114,5 Metern nur auf Rang 31 landete und mit 1:49 Minuten Rückstand chancenlos ist für einen Podestplatz.

Stimmen nach dem Springen:

Johannes Rydzek (Oberstdorf): „Dieser Sprung war alles andere als gut. Ich hatte da oben so meine Probleme. Hat nicht ganz geklappt. Es war trotzdem gut, dass wir hier einen Weltcup hatten.“

Tino Edelmann (Zella-Mehlis): „Ich bin schon zufrieden, auch wenn ich unten noch ein bisschen was verschenkt habe. Ich denke, in der Loipe sind andere im Vorteil, weil das eine sehr sehr anspruchsvolle Strecke ist. Aber ich werde natürlich versuchen, da vorne mitzuhalten.“

Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt): „Das war mal wieder ein besserer Sprung. Ganz ehrlich, ich war in den letzten Wochen schon etwas verzweifelt. Wir haben analysiert und ein bisschen was am Material geändert. Aber ich bin nicht so recht vorangekommen. Ich hoffe, dass ich den Aufwärtstrend später in der Loipe fortsetzen kann.“

Ronny Ackermann (Trainer DSV): „Mit Björn bin ich  sehr zufrieden, er ist sehr aggressiv gesprungen und hat eine gute Ausgangsposition. Da ist schon noch was möglich … Ist doch klar, dass wir bei einem Heimweltcup voll angreifen.“

08.01.2012, 11:05 Uhr
Weltcupdebut für Johannes Wasel
Auf sein Weltcup-Debüt hat sich Johannes Wasel (20) vom SV Baiersbronn besonders gefreut. Eigentlich hatte er ja damit gerechnet, seinen ersten Sprung im Weltcup auf seiner Heimschanze in Schonach zu machen. Aber der fehlende Schnee hat dem B-Weltcupstarter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dass er jetzt in Oberstdorf in der Erdinger Arena in der Spur war, trübte seine Freude aber gar nicht. Schließlich waren doch seine treusten Fans mit ins Allgäu gereist. Mama Susanne drückte ihm die Daumen. "Für ihn ist es ein wichtig einmal Weltcup-Luft zu schnuppern", freut sich Mama Wasel.

08.01.2012, 11:00 Uhr
Einzelwettkampf im Weltcup der Nordischen Kombination

Oberstdorf ist auch am heutigen Sonntag bereit für den Einzelwettkampf im Weltcup der Nordischen Kombination. Die schwierigen Verhältnisse machten den freiwilligen Helfern von gestern auf heute zwar zu schaffen, aber mit der tatkräftigen Hilfe der vielen freiwilligen Helfer  bekam das Team alles in den Griff. Pistenbully-Fahrer Stefan Thaumiller (51) präparierte von fünf bis sieben Uhr den Auslauf der Erdinger Arena. "Es war schwierig. Durch den Regen letzte Woche ist der Untergrund nicht fest. Ich musste doch mehrere Male mit dem Bully darüberfahren", sagt Thaumiller. Auch dem Tret-Kommando bescherte der Regen mehr Arbeit. "Am Samstag waren es doch einfachere Verhältnisse. Aber wir sind ein altbewährtes Team und hatten keine größeren Probleme", sagt Cornel Becherer (30). Ab 8.30 Uhr befindet sich der erste Springer in der Spur. Ab 13.30 Uhr wandert dann der Tross der Nordischen Kombination ins Langlaufstadion im Ried.

07.01.2012, 16:20 Uhr
Hier finden Sie die aktuelle Startliste für den Einzelwettkampf der Nordischen Kombination am 08.01.2012 in Oberstdorf.

07.01.2012, 16:15 Uhr
Hier finden Sie die aktuelle Ergebnisliste des Teamwettbewerbs der Nordischen Kombination am 07.01.2012 in Oberstdorf.

07.01.2012, 16:05 Uhr
Lob vom DSV-Chef
Ein großes Kompliment sprach DSV-Präsident Alfons Hörmann den Oberstdorfern aus, die  kurzfristig für Schonach als Veranstalter des Weltcups in der Nordischen Kombination  eingesprungen waren. Die Oberstdorfer hätten in sechs Tagen so etwas wie eine "kleine WM" ausgerichtet, so der Sulzberger. Es gebe kein OK, das in so kurzer Zeit soviel zu leisten imstande sei. Neben der Vierschanzentournee, der Tour de Ski und dem Kombinations-Weltcup stünden mit der FIS-Team-Tour Mitte Februar und den alpinen Weltcuprennen in Ofterschwang Anfang März zwei weitere Großveranstaltungen an. Fünf verschiedene Events in fünf verschiedenen Disziplinen, das habe weltwiet bisher noch kein Ok geleistet; lobte Hörmann. Nun hoffe er, dass dies im Hinblick auf die Bewerbung Oberstdorfs für die Nordische Ski-WM nicht nur deutschlandweit, sondern auch international anerkannt werde.

07.01.2012, 16:00 Uhr
Deutsche Kombinierer verpassen Sieg um 0,1 Sekunden
Um 0,1 Sekunden haben die deutschen Nordischen Kombinierer beim Heim-Weltcup in Oberstdorf den Sieg im Mannschaftswettbewerb verpasst. Im packenden Finale bei dichtem Schneetreiben musste sich Tino Edelmann Norwegens Schlussläufer in der 4 x 5 Kilometer-Staffel um diese Winzigkeit geschlagen geben.

«Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir es schaffen», sagte ein abgekämpfter Edelmann im Ziel. Trotz dieser hauchdünnen Niederlage konnte das Quartett Johannes Rydzek (Oberstdorf), Fabian Rießle (Breitnau), Eric Frenzel (Oberwiesenthal) und Edelmann (Zella-Mehlis) mit seiner Leistung zufrieden sein. «Irgendwann schlägt unsere Stunde», sagte Frenzel zur hauchdünnen Niederlage beim einzigen Team-Weltcup in dieser Saison. Großes Pech hatten die Österreicher: Ihr Schlussläufer Bernhard Gruber stürzte kurz vor der Ziellinie in Führung liegend. Damit blieb nur Rang drei mit 6,9 Sekunden Rückstand vor Frankreich.

Das deutsche Team hatte sich beim Springen am Vormittag auf der Großschanze in der Erdinger Arena als Dritter eine gute Ausgangsposition für die abschließende Staffel verschafft. Frenzel war dabei mit 128 Metern als Vierter bester DSV-Vertreter. Lokalmatador Rydzek (124 m) und der Weltcup-Gesamtzweite Edelmann (123,5) zeigten ebenfalls ordentliche Leistungen. Nur der anstelle von Björn Kircheisen nominierte Rießle enttäuschte mit 111,5 Metern.

In der Loipe auf den WM-Strecken im Langlaufstadion Ried machte Startläufer Rydzek jedoch schnell die 18 Sekunden Rückstand auf Österreich wett und ließ auch Norwegens Alt-Star Magnus Moan nur drei Sekunden vor sich. «Das war ein Wahnsinnsgefühl», sagte Rydzek. Rießle schloss sogar zu den Skandinaviern auf. «Ich war nach dem Springen sauer und wollte das in der Loipe wieder gutmachen», sagte er. Bundestrainer Hermann Weinbuch lobte sein Auftakt-Duo: «Ich bin hochzufrieden mit meinen beiden jungen Leuten.»

Als nach dem zweiten Wechsel der Österreicher Mario Stecher zu Frenzel und dem Norweger Jan Schmid aufschloss, entwickelte sich auf der schwer zu laufenden Strecke ein spannender Dreikampf. Im letzten Durchgang konnte zwischenzeitlich sogar Frankreichs Schlussläufer Jason Lamy Chappuis zu dem Trio aufschließen. Der Weltcup-Führende hatte nach einer phänomenalen Aufholjagd 1:17,8 Minuten Rückstand wettgemacht, musste dann aber dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Edelmann verzichtete taktisch klug auf Führungsarbeit, konnte aber trotz Grubers Sturz nicht mehr den ganz großen Coup landen. (twß, dpa)

07.01.2012, 15:45 Uhr
Stimmen zum Teamwettbewerb der Nordischen Kombination

Stimmen Norwegen (Rang 1)

Magnus Moan: „Heute waren zwar nicht soviele Zuschauer da wie 2005, als ich meinen Sieg vor mehreren zehntausend Besucher genossen habe. Das Rennen hier in Oberstdorf hat aber trotzdem viel Spaß gemacht. Gestern nach dem Sturz von unserem Teamkollegen Magnus Krog haben wir beschlossen, voll zu attackieren. Das waren wir ihm schuldig. Magnus ist eigentlich schon wieder in einer ganz guten Verfassung und wir wussten, dass er im Krankenhaus vor einem großen Flachbildschirm liegt und uns zusieht. Er wird wohl nach seinem Schlüsselbeinbruch ein, zwei Monate aussetzen müssen, aber vielleicht sehen wir ihn bei den letzten Rennen des Winter doch noch wieder.“

Stimmen Deutschland (Rang 2)

Johannes Rydzek (Oberstdorf): „Wir waren total überrascht von der Aufstellung der Norweger, die ihre beiden stärksten Läufer gleich als erste brachten. Ich war mit meiner Leistung zufrieden - und Fabian (Riessle) hat ein tolles Rennen gemacht. Das Rennen war kurios, denn das Tempo der ersten drei war sehr niedrig. Es war von vornherein klar, dass es sich auf dem Burgstall oder auf der Zielgeraden entscheidet. Jason (Lamy Chauppuis) ist gut gelaufen, aber am letzten Anstieg hat ihm dann doch die Spritzigkeit gefehlt. Natürlich freut man sich über eine zweiten Platz, aber es wäre auch schön, wenn wir mal wieder ganz oben stehen würden.“.

Fabian Riessle (Schonach):  „Nachdem ich mit meiner Leistung beim Springen überhaupt nicht zufrieden war, bin ich mit einer gehörigen Portion Wut zum Langlauf  gekommen. Ich wollte in der Loipe einfach Schadensbegrenzung betreiben und habe alles getan, dass mir der Mikko (Kokslien) nicht wegläuft. Und das ist mir super gelungen. Das Publikum hier in Oberstdorf  ist supertoll. Wenn man so angefeuert wird, tut es an dem brutalen Anstieg schon gar nicht mehr so weh.“

Tino Edelmann (Zella-Mehlis): „Ich habe bis zum Schluss an unseren Sieg geglaubt.“

Eric Frenzel (Oberwiesenthal):  „Auch wenn es wieder nur zu Platz zwei gereicht hat: Wir sind ein gutes Rennen gelaufen und können zufrieden sein. An der Schanze haben wir leider nicht ganz unsere Leistung abgerufen, sonst wäre vielleicht noch mehr drin gewesen.

Auf die Frage, ob auf dem DSV-Kombi-Team ein Fluch liege: Was will man machen? Wir geben ja alle unser Bestes und eigentlich fehlt zum Sieg ja nicht viel. Aber ich bin überzeugt: irgendwann schlägt auch unsere Stunde.“

Stimmen Österreich (Platz 3)

Bernhard Gruber: „Ich war mir meiner Sache so sicher und konnte den letzten Stieg wirklich gut durchziehen. Auch in der Abfahrt kamen die Verfolger nicht mehr an mich heran und dann dieser Fehler. Es tut mir sehr leid für das Team. Trotzdem weiß ich, dass ich in wirklich gut in Form bin und auch als Team wissen wir, dass wir gewinnen können.“  

Mario Stecher: „Gottseidank war es ja nur ein Weltcup und keine Großveranstaltung. Bernhard (Gruber) hat zunächst ein paar Tränen vergossen, aber er hat eine Top-Leistung gebracht und deshalb verzeihen wir ihm sein Missgeschick.  Wir haben gezeigt, dass wir auch ohne Felix Gottwald konkurrenzfähig sind. Ich selbst habe zwar ein paar Sekunden beim Laufen rausgeschunden, aber dafür vorher einige mehr Sekunden auf der Sprungschanzen verloren.

Christoph Bieler: „Es ist gut zu wissen, dass wir im Teambewerb ganz vorne sein können. Auch wenn heute nicht alles nach Wunsch verlaufen ist, haben wir uns gut geschlagen. Morgen gilt es, im Einzel das Optimum herauszuholen - der nächste Teambewerb findet ja erst in der nächsten Saison statt.“

Willi Denifl: „Ich bin mit meinem Beitrag für das heutige Ergebnis zufrieden. Dem Berni mach ich keinen Vorwurf, in der Hitze des Gefechtes kann das einmal passieren. Besser jetzt als bei einer Großveranstaltung.“

07.01.2012, 15:00 Uhr
Ein Dankeschön von Schonach
"Alles nur noch Kosmetik", meinte Adolf Müller vom Arbeitskommando im Langlaufstadion im Ried mit einem Blick auf den wieder einsetzenden Schneefall. Die Strecke war schon zuvor bestens präpariert. Der Neuschnee gibt der technischen Meisterleistung aber das erwünschte Winter-Feeling. Das hatte dem ursprünglichen Austragungsort Schonach gefehlt,deshalb ist Bürgermeister Jörg Frey, der mit dem gesamten OK ins Allgäu gereist war, heilfroh, dass die Oberstdorfer kurzfristig eingesprungen sind und den Weltcup in der Nordischen Kombination übernommen haben.

"Wir sind an diesem Wochenende am Anschlag, denn neben der Nordischen Kombination sind wir auch noch für die Deutschen Meisterschaften im Eisstadion im Einsatz", sagt der Einsatzleiter des DRK, Seppi Dornach, der mit sieben Helfern draußen im Langlaufstadion Ried im Einsatz ist. Trotzdem habe man selbstverständlich spontan die Unterstützung zugesagt, auch beim Weltcup in der Nordischen Kombination zu helfen. Froh war er, dass ihre Hilfe von den Athleten - anders als am Vortag – nicht benötigt wurde.

07.01.2012, 11:00 Uhr
Das Team der deutschen Kombinierer geht mit 18 Sekunden Rückstand auf die führenden Österreicher in die Spur
Traditionelle Frühaufsteher sind die Zuschauer bei den Nordischen Kombinierern. So zieht der Fanclub von Jason Lamy-Chappuis mit französischen Nationalfahnen und heißem Tee im Rucksack in die Erdinger-Arena, um dem Weltcup-Führenden und den drei Teamkollegen die Daumen zu drücken. Der Mannschaftsarzt der deutschen Kombinierer, Dr. Florian Porzig aus Oberstdorf, freut sich über das unerwartete " Heimspiel", dass den Kombinierern durch die Absage aus Schonach beschert hatte. Sein Lob gilt vor allem den vielen Helfern, die nach der Vierschanzentournee und der FIS-Tour de Ski  Flexibilität gezeigt haben und für Schonach eingesprungen waren: "Das Oberstdorf-Team ist ganz einfach eine verlässliche Bank". Das weiß auch der Präsident des Skiclub Oberstdorf, Josef Geiger, zu schätzen, der im Schanzenauslauf den Dank des FIS-Vorstandsmitglied  Roman Kumpost (Tschechien) für die perfekte Organisation entgegennimmt.

Sportlich gesehen enttäuscht der haushohe Favorit Jason Lamy-Chappuis seine Fans. Ausgerechnet der Welcup-Führende, der schon im Probedurchgang nicht überzeugen konnte, stürzt förmlich ab. Abgestürzt war auch der Deutsche Fabian Riessle, der für Björn Kircheisen an den Start gegangen war und schon bei 111,5 Metern landete.Mit Lokalmatador Johannes Rydzek (124 m), Eric Frenzel (128 m) und Tino Edelmann (122 m) halten die Deutschen als Dritte jedoch Anschluss. Rydzek zeigt sich zufrieden mit seiner Leistung, die ihn auf den sechsten Platz bringt, nachdem es bislang in diesem Winter noch nicht so richtig klappte: "Es macht sehr viel Spaß, wieder hier auf der Heimschanze zu springen".

Die Österreicher gehen nach dem Springen mit 15 Sekunden Vorsprung auf Norwegen in die Loipe.  Deutschland muss 18 Sekunden aufholen. Auf den vierten Platz liegt die Mannschaft von Frankreich, die 31 Sekunden zurückliegen. Die größte Tagesweite beim Springen erzielte der Österreicher Bernhard Gruber mit 131,5 Metern. Mit drei Deutschen unter den Top-Ten ist für den 4 x 5 m-Lauf, der heute um 13.30 im Langlaufstadion im Ried noch alles drin.

07.01.2012, 08:30 Uhr
Johannes Rydzek für Teamwettbewerb nominiert
Die aktuelle Startliste für den heutigen Teamwettbewerb des Weltcups der Nordischen Kombination finden Sie hier.

06.01.2012, 15:00 Uhr
Eric Frenzel gewinnt Springen in Oberstdorf
Drei DSV-Asse beim provisorischen Wettkampfsprung unter den Top Ten

Die deutschen Wintersport-Fans können sich auf einen spannenden Kombinations-Weltcup in Oberstdorf freuen. Beim Provisorischen Wettkampfsprung am Freitag landeten drei DSV-Asse in den Top Ten. Der Oberwiesenthaler Eric Frenzel gewann das Springen bei leichtem Schneefall mit einer Weite von 130,5 Metern vor dem Österreicher Bernhard Gruber (128,5) und dem Weltcup-Zweiten Tino Edelmann vom SC Motor Zella-Mehlis (131,0). Ein guter Sprung gelang auf seiner Heimschanze auch dem Oberstdorfer Johannes Rydzek, der mit 126 Metern auf Rang zehn sprang.

Überschattet wurde der Wettbewerb vom Sturz des Norwegers Magnus Krog, dem mit 135 Metern zwar die größte Weite gelang, der beim Aufsprung allerdings die Ski verkantete  und - wie vor einer Woche sein Landsmann Tom Hilde bei der Vierschanzentournee – zu Sturz kam. Krog wurde  mit einer Schulter-  und Halswirbelverletzung vorsorglich ins Krankenhaus Immenstadt eingeliefert. Ob er bei den Wettkämpfen am Samstag und Sonntag dabei sein kann, ist noch fraglich.

Der Provisorische Wettkampfsprung ist im dritten Jahr ins Wettkampfprogramm aufgenommen. Die Weiten werden herangezogen, falls beim Einzelbewerb das Springen wetterbedingt ausfallen sollte. Die Vorhersagen für Oberstdorf sind allerdings stabil. Die Wettbewerbe beginnen jeweils um 8.30 Uhr mit dem Probetraining und um 9.30 Uhr mit dem Wertungsdurchgang in Erdinger Arena und werden dann am frühen Nachmittag (Samstag um 13.30 Uhr, Sonntag um 12.45 Uhr) im Langlaufstadion Ried fortgesetzt.

Tickets für Kurzentschlossene gibt es an den Tageskassen. Bei Vorlage ihrer aktuellen Mehrtageskarte bzw. dem entsprechenden Kaufbeleg der Bergbahnen (Das Höchste, Söllereckbahn) erhalten Sie 50% Ermäßigung auf den Tageskartenpreis.

Die Ergebnisse des provisorischen Wettkampfdurchgangs finden Sie hier.

Zwei Disziplinen – 37 Kameras

Deutsches Fernsehen betreibt großen Aufwand für die Live-Übertragung des Kombinations-Weltcups aus Oberstdorf

Die Zeit der Vorbereitung war knapp. Und doch legten sich alle Verantwortlichen mächtig ins Zeug, um den am heutigen Freitag mit dem Qualifikationssprung beginnenden FIS-Weltcup in der Nordischen Kombination in Oberstdorf zu einem Erfolg zu führen. Den Organisatoren vor Ort steckten noch die Mühen von Vierschanzentournee und Tour de Ski in den Knochen, da kam – etwas überraschend, aber doch selbst gewünscht – die nächste Mammutaufgabe auf die Allgäuer zu. Der wegen Schneemangels abgesagte Weltcup in Schonach wurde nach Oberstdorf vergeben.

Was an zwei Sportstätten gerade großteils abgebaut worden war, musste wieder mühsam aufgebaut werden. Schneestürme und starker Wind am Donnerstag sowie heftige Schneefälle in der Nacht zum Freitag erschwerten die Vorbereitungsarbeiten. Doch  an der Schanzenanlage in der Erdinger Arena und den Loipen im Langlaufstadion Ried läuft dennoch alles nach Plan. Einen besonders hohen Aufwand betreibt auch das Fernsehen. Für die Live-Übertragung des Skispringens am Samstag- und Sonntagmorgen in der ARD hat die Produktionsfirma Tilly-TV 17, für den nachmittäglichen Langlauf sogar 20 Kameras installiert. „Natürlich freuen wir uns, wenn das Fernsehen die Sportler und Oberstdorf ins beste Licht rücken“, sagt Weltcup-Generalsekretär Stefan Huber. Nach den derzeitigen Planungen, so Huber, plane die ARD die Übertragung der kompletten Wettkämpfe am Samstag und Sonntag aus Oberstdorf.

 

Zum dritten Mal Weltcup Nordische Kombination in Oberstorf

Zum dritten Mal nach 2004 und 2007 findet an diesem Wochenende in Oberstdorf ein Weltcup der Nordischen Kombination statt. Der von Schonach ins Allgäu verlegte Wettkampf beginnt am Freitagvormittag mit dem ersten offiziellen Training (ab 9 Uhr) und dem sogenannten Provisorischen Wettbewerbssprung (ab 11 Uhr) von der Großschanze.

67 Athleten aus 14 Nationen nehmen am Weltcup in Oberstdorf teil. Den Teamwettkampf am Samstag bestreiten elf Nationen.

Der sogenannte Provisorische Wettbewerbssprung am heutigen Freitag wird gemäß den Bestimmungen des Internationalen Skiverbandes für einen Wertungsdurchgang durchgeführt. Das Resultat kann als Ergebnis für die Durchführung des Langlaufes verwendet werden, sollte der eigentliche Wertungsdurchgang nicht durchgeführt werden können. Das Ergebnis dieses Durchganges kann maximal einmal an einem Wettkampf-Wochenende herangezogen werden und auch nur bei Einzelwettkämpfen.

 

Oberstdorf springt ein

Ausgefallener Kombi-Wettkampf findet am kommenden Wochenende im Allgäu statt

Unverhofft kommt oft. Gerade haben die Oberstdorfer Organisatoren nach den erfolgreich abgewickelten Wettbewerben der Vierschanzentournee und der Tour de Ski ihre Sachen abgebaut, da dürfen sie auch schon wieder aufbauen. Denn dank der nachwievor ausreichenden Schneesituation im Oberallgäu findet der am Montag in Schonach kurzfristig abgesagte Weltcup in der Nordischen Kombination am kommenden Wochenende in Oberstdorf statt. „Sowohl der Internationale Skiverband als auch der Deutsche Skiverband haben angefragt, ob wir kurzfristig einspringen können“, erzählt Stefan Huber von der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH, „und wir tun das gerne, auch wenn uns allen die letzte Woche mit Vierschanzentournee und FIS Tour de Ski noch kräftig in den Knochen steckt.“  Allerdings sorgt man sich auch in Oberstdorf um den Schnee.  „Der Regen der letzten Tage hat unserer Loipe im Ried natürlich auch zugesetzt, aber der Zustand ist nach der tollen Präparierung für die Tour de Ski immer noch absolut Weltcup-tauglich“, so Huber.

Die Organisatoren in Oberstdorf wollen nicht nur Schonach und dem DSV entgegenkommen, sondern auch „Bonuspunkte“ bei der Bewerbung um die FIS Nordische Ski-WM 2017 sammeln. Zakopane –  einer der drei Konkurrenten beim FIS-Kongress im kommenden Juni – musste am Wochenende seinen für Ende des Monats angesetzten Weltcup in der Nordischen Kombination „aufgrund technischer Schwierigkeiten“ zurückgeben. „Für uns ist das sicherlich nochmals eine gute Chance, um uns als zuverlässigen und kompetenten Ausrichter zu positionieren“, sagt Oberstdorfs OK-Präsident Josef Geiger.

Der 36-jährige  Generalsekretär bereitet damit mit seinem hauptamtlichen Team sowie fast 1.250 freiwilligen Helfern in dieser Wintersaison fünf Weltcup-Veranstaltungen vor. Nach Tournee, Tour de Ski und dem Kombinations-Weltcup am Wochenende stehen vom 17. bis 19. Februar  noch das Skifliegen um die FIS-Team-Tour sowie am 3. und 4. März der Alpin-Weltcup der Damen in Ofterschwang auf dem Programm. 

Nach 2004 zur Vor-WM und 2007 – auch damals war man für Schonach eingesprungen – ist es der dritte Kombinations-Weltcup in Oberstdorf.  Auf die Veranstaltung am Wochenende – für die ca. 250 freiwillige Helfer benötigt werden -  können sich die Skifans laut Huber ganz besonders freuen: „Mit Tino Edelmann, Eric Frenzel und Björn Kircheisen hat der DSV heuer drei ganz heiße Eisen im Feuer. Und auch unser Lokalmatador Johannes Rydzek wird es in seiner Heimat allen zeigen wollen.“

Der in Schonach ebenfalls abgesagte Weltcup im Frauen-Skispringen wird nicht nach Oberstdorf verlegt.  Erst am Mittwoch soll entschieden werden,  ob er ersatzlos gestrichen oder nach Hinterzarten vergeben wird.

Text: Thomas Weiß